Erster Provider blockiert fremde DNS-Server

Wie man herausgefunden hat, sperrt der Internet-Provider Vodafone den Port 53, der unter anderem für die Namensauflösung per DNS-Server zuständig ist, schon für Teile seines UMTS-Netzes und leitet Anfragen automatisch an seinen eigenen, bald zensierten, DNS-Server weiter. Es ist also nicht mehr möglich den DNS-Server einfach per Router oder TCP-IP-Konfiguration zu ändern. Eine Alternative bietet stattdessen über seinen eigenen Linux-Server Namensauflösungen zu tätigen (eine Anleitung findet sich hier).

Gesetzlich wird diese Sperre und Eingriff in das Fernmeldegeheimnis von Vodafone übrigens nicht gedeckt. Zumal der Port 53 von einer Reihe weiterer Dienste verwendet wird. Bleibt zu hoffen, dass sich die anderen Provider nicht auf diese verfassungsrechtlich unkorrekte Schiene begeben.

Wer übrigens durch eine Spam-Mail oder ähnliches auf der Stopp-Seite des BKA landet, wird unter Umständen automatisch auf eine Art „Beobachtungsliste“  gesetzt und so als möglicher Kinderschänder gewertet. Es ist also wirklich ratsam, auf einen freien DNS-Server zu wecheln. Eine Anleitung wird hier demnächst erscheinen.

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