SchülerVZ – Datenabgriff Skandal

Nachdem am vergangenen Wochenende bekannt wurde, dass durch eine Art Crawler die Datensätze wie Benutzerbild, Name, Wohnort, Schule und Geburtsdatum von rund einer Millionen Schülern aus dem Social-Netzwerk  SchülerVZ automatisiert abgefragt und gespeichert wurden, warnt nun der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar davor, intime Details im Netz zu veröffentlichen. Mit den  geraubten Daten wäre es unter anderem möglich, Schüler nach Wohnort und Alter zu filtern und inklusive Benutzerbild anzeigen zu lassen. Die Datensätze wurden netzpolitik.org zugespielt, die daraufhin prompt einen Blogeintrag darüber verfassten.

 

Deine persönlichen Daten sind auf unseren Servern (den Speicherorten für diese Daten) bestmöglich geschützt. Sie können z.B. nicht von Suchmaschinen wie Google ausgelesen werden und tauchen somit nicht außerhalb vom schülerVZ auf.

Die Daten sind laut eigenen Angaben von SchülerVZ eigentlich gegen automatisierte Zugriffe von (Suchmaschienen-)Crawlern gesichert, der „Datendieb“ konnte diesen Schutz anscheinend dennoch umgehen. Datenschützer schlugen nach diesem Vorfall sofort Alarm. Inzwischen gab es bereits ein erste Festnahme in Berlin.

5 Gedanken zu „SchülerVZ – Datenabgriff Skandal“

  1. Ich frage mich wer der junge Mann hinter dem Datendiebstahl war. Nun hat er sich in der Untersuchungshaft das Leben genommen und seine Motive werden wohl immer verborgen bleiben.

  2. Es ist doch aber erschreckend, wie einfach es sein kann, an die Daten der User zu kommen. Wenn ich daran denke, dass meine Kinder alles preisgeben, nur um mit anderen zu chatten oder Freunde zu finden, wird es mir ganz anders. Man weiß doch nicht, wer alles Zugang zu den Daten hat. Die Angst ist auf jeden Fall immer dabei. Man sollte versuchen, seine Kinder zu sensibilisieren, damit sie eben nicht alles preisgeben.

  3. Schüler VZ ist eigentlich ja eine tolle Plattform, auf der man sich mit anderen austauschen kann. Wenn ich dann aber durch die Medien mitbekomme, dass die Daten der einzelnen User nicht sicher sind und wie einfach es ist, an diese Daten zu kommen, habe ich wirklich Angst, dort noch zu schreiben. Die Täter, die das getan haben, reden entweder nicht oder nehmen sich gleich das Leben in der Untersuchungshaft. Warum?

  4. Ich finde SchülerVZ hat ziemlich nachgelassen. Ich bekomme oft E-Mails von besorgten Eltern, die von mir einen Zugang bekommen wollen. Natürlich antworte ich nie auf diese E-Mails, denn ich glaube eher, dass sich gern auch Perverse bei SchülerVZ tummeln würden. Ich denke, in Sachen Datenschutz wird die Abteilung Social Network noch sehr zu knabbern haben, denn es ist wirklich ein sehr heikles Thema.

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