Cloud Dienste – Ein Überblick

In diesem Beitrag möchte ich die populärsten Anbieter von Cloud Diensten vorstellen, die sich in letzter Zeit zurecht immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Zunächst einmal, was sind diese Cloud Dienste bzw. Cloud Computing überhaupt? Im Prinzip handelt es sich dabei um Speicherplatz, der online von einem Anbieter zur Verfügung gestellt wird, eine Art „Internet-Festplatte“ also. Mittels Browser, Client-Software oder App kann dann darauf zugegriffen werden. Die Dateien können in allen möglichen Formaten beliebig verwaltet, betrachtet und teils auch über Technik, die der jeweilige Anbieter bereitstellt, direkt im Browser bearbeitet werden – und das mobil oder von jedem beliebigem Standort aus. Alles was man benötigt sind ein Internetzugang und seine Benutzerdaten für den Dienst. Externe Festplatten haben damit für die meisten Einsatzzwecke wohl ausgedient.

Prinzipiell handelt es sich dabei um eine sehr gute Sache. Man braucht sich keine Gedanken mehr über Backups machen, sofern man die Daten in der Cloud auf dem aktuellsten Stand hält. Außerdem ist man sehr flexibel hinsichtlich des Zugriffs auf seine Daten und der Online-Speicher lässt sich meist relativ preiswert erweitern, sodass es auch bei größeren Datenmengen ganz sicher nicht zu Engpässen kommen dürfte. Lediglich der Datenschutz, der Sicherheit teils sensibler Dokumente, stellt aus meiner Sicht einen größeren Nachteil dar. Zwar beteuern Anbieter, dass sie strenge Vorgaben an sich selbst stellen, aber ob deutsche Standards in Sachen Datenschutz im Endeffekt wirklich eingehalten werden, darf gerade aufgrund der Enthüllungen im Zusammenhang mit dem US-Geheimdienst NSA bezweifelt werden. Schließlich betreiben die meisten der Anbieter ihre Server im Ausland, größtenteils in den USA.

Wie dem auch sei, ich habe für mich entschieden, dass die Vorteile überwiegen, jedoch mit der Einschränkung hochsensible Daten besser auch weiterhin auf dem heimischen Rechner aufzubewahren. Nun eine Liste der größten und bekanntesten Anbieter:

Google Drive

Mit ganzen 15 GB kostenlosem Speicherplatz für einen registrierten Google Account, online bereitgestellten Bearbeitungstools für Office-Dateien und sehr günstigen Speichererweiterungen, einer der besten Anbieter. Hervorzuheben sind auch die Integration in den eigenen Bilder Dienst von Google+, mit dem sich auf Wunsch Fotos bearbeiten und über das Soziale Netzwerk teilen lassen. Apps für iOS und Android werden selbstverständlich angeboten. Wird von mir selbst genutzt und ist mein persönlicher Favorit.

  • 15 GB kostenlos
  • 100 GB für 1,99 $ [ca. 1,46 €]
  • 1 TB für 9,99 $ [ca. 7,34 €]
  • 10 TB für 99,99 $ [ca. 73,48 €]
  • 20 TB für 199,99 $ [ca. 146,97 €]

 

Apple iCloud

Momentan stehen nur 5 GB gratis Speicher zur Verfügung. Bearbeitung von Dateien funktioniert nur mithilfe von Apple’s Office Apps. Mit iOS 8 und dem neuen Betriebssystem 10.10 Yosemite für Mac wird dieser Dienst zum universellen Cloud Anbieter ausgebaut, steht dann auch für Windows zur Verfügung. Momentan ist der Dienst eher noch als Backup für iOS Geräte und Macs zu verstehen. Lassen wir uns überraschen, in welche Richtung iCloud sich entwickelt – die Preise stimmen jedenfalls schonmal.

  • 5 GB kostenlos
  • 20 GB für 0,99 €
  • 200 GB für 3,99 €
  • 500 GB für 9,99 €
  • 1 TB für 19,99 €

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Die neue Facebook Chronik aka Timeline

kleines Facebook Logo
In den kommenden Wochen soll die neue Profilansicht des Social-Networks Facebook für alle Deutschen Nutzer verpflichtend eingeführt werden. In den USA ist sie schon seit längerem als Timeline bekannt, hierzulande wird sie von Facebook selbst als Chronik bezeichnet. Bisher war sie nur über eine versteckte Einstellung einzurichten, nun  werden auch vermehrt kleinere oder größere Hinweise an verschiedenen Stellen eingeblendet, beispielsweise beim Aufruf des eigenen Profils oder dem eines Freundes, der schon die neue Chronik aktiviert hat. Diese neue Ansicht in Form eines virtuellen Tagebuchs sieht zwar recht schön aus, bringt aber nicht nur Vorteile mit sich.

Die neue Chronik / Timeline wie sie öffentlich von Facebook vorgestellt wird
Ein Ausschnitt aus Facebooks neuer Chronik

Die auffälligste Neuerung dürfte wohl das Titelbild sein, das sich ganz oben quer über die Breite des Profils hinwegzieht und öffentlich sichtbar ist. Es ist möglich einen Ausschnitt aus einem hochgeladenem Foto entsprechend den Vorgaben auszuwählen oder gleich eines in den richtigen Abmessungen als Titelbild, nämlich 851 x 315 Pixel, hochzuladen. Letztes empfiehlt sich insbesondere deshalb, da keine Qualitätsverluste zu befürchten sind und der Ausschnitt vermutlich noch etwas genauer bestimmt werden kann. Man sollte allerdings die Urheberrechte des Bildes berücksichtigen, falls es nicht aus der eigenen Kamera stammt!

Halb in die linke Ecke dieses Titelbildes ragend befindet sich das alt bewährte Profilbild in den Abmessungen 125 x 125 Pixel, das auch sonst überall in Verbindung mit dem (Profil-)namen gebracht wird. Direkt darunter sind die wichtigsten Informationen im Überblick angeordnet, etwa der Wohnort oder Beruf. Unmittelbar daneben sind drei größere Felder (das Profilmenü), die zu Ansichten der veröffentlichten Fotos einer Person, Freunden und deren besuchten Orte auf einer Karte führen.

Und da wären wir auch schon am Hauptkritikpunkt der neuen Chronik angelangt: der Privatsphäre. Über die Karte beispielsweise lassen sich anhand der besuchten Orte und zugehöriger Daten Bewegungsprofile erstellen. Darüber hinaus, wie der Name Timeline schon verrät, werden sämtliche veröffentlichte Beiträge bzw. Pinnwandeinträge auf einem Zeitstrahl bis zur Anmeldung bei Facebook – nach Belieben können Einträge auch bis zur Geburt eingestellt werden – chronologisch nach Jahr, Monat und Tag aufgelistet. Das gibt sowohl Facebook als auch berechtigten Betrachtern des Profils die Möglichkeit, detaillierte Personenprofile anzufertigen. Datenschützer haben schon ihre Sorgen bekundet, dass dies ein weiterer Schritt in Richtung „gläserner Nutzer“ sei.

Mein Rat lautet also sich intensiv mit den Privatsphäre-Einstellungen auseinanderzusetzen und ältere Beiträge nur für den gewünschten Personenkreis (Freunde) zugänglich zu machen, falls das (in der Vergangenheit) noch nicht so eingestellt worden ist. Ist das geschehen, so kann man ruhigen Gewissens die neue Chronik aktivieren.

Die entsprechende Option in der Facebook Oberfläche findet sich unter:

Privatsphäre-Einstellungen -> Beschränke das Publikum für ältere Beiträge -> Sichtbarkeit älterer Beiträge verwalten

 

Was ist deine Meinung zum Thema Facebook Chronik bzw. Timeline?