VDSL-Tarife – mit Beschränkung des Traffics

Die neuen Double-Play Angebote mit VDSL Geschwindigkeiten von T-Home sind heute erschienen. Nachdem die Vorvermarktungsphase sehr abprupt beendet wurde, wurde heute die offizielle Vermarktung gestartet. Zum Preis von 45 € bzw. 50 € lassen sich „Call & Surf Comfort Plus“ mit 25/ 50 MBit/s bestellt werden.

Einzige Einschränkung, die in den ebenfalls neuen AGBs unter Punkt 1.2.1.1 erschienen ist: Ab einem verbrauchtem Traffic von 100 GB bzw. 200 GB für VDSL 25 und 50, soll die Leitung auf 6 MBit/s im Download und 576 KBit/s gedrosselt werden! Empörung bei Kunden, die bereits über den neuen Tarif verfügen oder vorhaben, ihn zu bestellen. Von „den Kunden über den Tisch ziehen“, „Irreführung des Verbrauchers“ (heise.de) und „nicht korrekten Konditionen“ ist die Rede. Die Beschränkung des Download-Volumens solle ohnehin nur die wenigsten Kunden betreffen, die „Power-User“, die auch für den größten Teil des gesamten Traffic-Aufkommens verantwortlich sind, so die Begründung der Deutsche Telekom – dennoch inakzeptabel, wie ich meine. Fraglich ist, ob die neuen VDSL-Tarife unter diesem Aspekt als „echten“ Internet-Flatrates ausgewiesen werden dürfen.

Die alten AGBs, die noch zur Vorvermarktung bestanden, enthielten keine derartige Klausel, und auch die rund 10 €uro teureren Entertain Tarife enthalten keine derartige Beschränkung. Ab 30. September sollen die Preise der Double-Play Tarife noch einmal um 10 €uro angehoben werden, also was rechtfertigt dann den (gleichen) Preis zu Entertain? Kein TV-Angebot und beschränktes Traffic-Volumen wirken, als wolle die Telekom unbedigt ihre Entertain Trafie an den Mann bringen und von den neuen Double-Play eher abschrecken … Auch für DSL 16.000 gibt es keine solche Beschränkung.

Bleibt abzuwarten, ob der Bestellprozess genauso fehlerbehaftet abläuft, wie der der Vorvermarktung …

SchülerVZ – Datenabgriff Skandal

Nachdem am vergangenen Wochenende bekannt wurde, dass durch eine Art Crawler die Datensätze wie Benutzerbild, Name, Wohnort, Schule und Geburtsdatum von rund einer Millionen Schülern aus dem Social-Netzwerk  SchülerVZ automatisiert abgefragt und gespeichert wurden, warnt nun der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar davor, intime Details im Netz zu veröffentlichen. Mit den  geraubten Daten wäre es unter anderem möglich, Schüler nach Wohnort und Alter zu filtern und inklusive Benutzerbild anzeigen zu lassen. Die Datensätze wurden netzpolitik.org zugespielt, die daraufhin prompt einen Blogeintrag darüber verfassten.

 

Deine persönlichen Daten sind auf unseren Servern (den Speicherorten für diese Daten) bestmöglich geschützt. Sie können z.B. nicht von Suchmaschinen wie Google ausgelesen werden und tauchen somit nicht außerhalb vom schülerVZ auf.

Die Daten sind laut eigenen Angaben von SchülerVZ eigentlich gegen automatisierte Zugriffe von (Suchmaschienen-)Crawlern gesichert, der „Datendieb“ konnte diesen Schutz anscheinend dennoch umgehen. Datenschützer schlugen nach diesem Vorfall sofort Alarm. Inzwischen gab es bereits ein erste Festnahme in Berlin.